Über mich
Ich bin Autorin, Finanzbildnerin, Bildungsaktivistin, Mutter, Vermittlerin, Physikerin, Autodidaktin, Humanistin, und Studienrätin am Ausstieg. Ich setze mich für Chancengerechtigkeit ein, bin Idealistin im Herzen, Pragmatikerin im Tun und eine lebenslang Lernende.
Ich mag es sehr, dass jeder Mensch die Welt auf seine ganz eigene Weise wahrnimmt.
Mich selbst faszinieren weniger einzelne Themen als vielmehr die Zusammenhänge zwischen ihnen. Das erklärt wohl auch, warum ich mich gleichzeitig mit Bildung, Finanzen und unserer Gesellschaft im Allgemeinen beschäftige. Für mich kreisen sie alle um dieselbe Frage: Unter welchen Bedingungen können Menschen frei, selbstbestimmt und in Gemeinschaft leben?
Wenn ich in die Welt blicke, suche ich fast automatisch nach Mustern, Zusammenhängen und Strukturen. Ich frage mich, warum Dinge so sind, wie sie sind. Warum wir bestimmte Überzeugungen für selbstverständlich halten. Warum manche Menschen ihr Potenzial entfalten können und andere nicht. Und warum wir gesellschaftliche Probleme oft dort lösen wollen, wo sie gar nicht entstehen.
Es fällt mir schwer, einfache Antworten zu akzeptieren. Ich mag Komplexität – weil ich glaube, dass sie der Wirklichkeit näherkommt. Für mich müssen Denken, Handeln und meine Werte zueinander passen. Tun sie das nicht, lässt mich das selten los. Daher kann ich Überzeugungen nicht einfach übernehmen. Stattdessen prüfe ich sie, denke sie weiter und hinterfrage sie immer wieder. Für mich beginnt Erkenntnis dort, wo wir bereit sind, unsere eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen. Verändert sich meine Sicht auf ein Thema dadurch, empfinde ich das nicht als Widerspruch, sondern als Weiterentwicklung.
Als Humanistin glaube ich daran, dass jeder Mensch Fähigkeiten, Würde und das Potenzial zur Entwicklung in sich trägt. Deshalb interessieren mich vor allem die Bedingungen, unter denen Menschen wachsen, Verantwortung übernehmen und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.
Zwei Erfahrungen haben mich besonders geprägt. Auf dem Jakobsweg habe ich verstanden, dass Glück für mich wenig mit Besitz zu tun hat, und in Südafrika wurde mir bewusst, wie kostbar Freiheit ist. Beide Erfahrungen begleiten mich bis heute. Sie erinnern mich daran, worauf es für mich wirklich ankommt: Freiheit, Selbstbestimmung, echte Begegnungen und die Möglichkeit, das eigene Leben gestalten zu können.
Wenn ich schreibe, dann nicht, weil ich Antworten geben oder belehren möchte. Ich schreibe, um meine Gedanken zu ordnen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Perspektiven miteinander zu verbinden. Nicht, um einfache Lösungen zu präsentieren, sondern um Fragen zu stellen, die einen neuen Blick auf Bekanntes ermöglichen. Genau deshalb versuche ich, hinter das Offensichtliche zu blicken. Ich glaube, dass wir unsere gesellschaftlichen Herausforderungen nur dann nachhaltig verändern können, wenn wir aufhören, die Symptome zu behandeln, und stattdessen die Strukturen verstehen, aus denen sie entstehen.
Ich schreibe, weil ich dazu beitragen möchte, dass wir Zusammenhänge besser verstehen. Und ich hoffe, damit einen kleinen Beitrag zu einer Gesellschaft leisten zu können, in der Menschen den Mut haben, ihren eigenen Sinn zu entwickeln – und die Freiheit besitzen, danach zu handeln.
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