Schulwandel jetzt!

Warum mich das Thema Schule bewegt

Ich habe Schule aus vielen Perspektiven kennengelernt: als Schülerin, als Studienrätin am Gymnasium, als Elternbeiratsmitglied und als Mutter. Natürlich habe ich Kinder erlebt, die gerne zur Schule gehen, sich dort wohlfühlen und ihren Platz finden.

Viel häufiger jedoch begegneten mir Druck, Unsicherheit, Frustration und Verzweiflung. Ich sah Kinder, die an ihren Möglichkeiten zweifelten, Familien, die unter schulischen Belastungen litten, und Lehrkräfte, die mit großem Engagement arbeiteten und dennoch immer wieder an ihre Grenzen stießen.

Auch ich selbst geriet zunehmend an meine Grenzen. Immer häufiger stellte ich mir die Frage, ob die Schule, wie wir sie heute gestalten, tatsächlich das ist, was Kinder für eine gesunde und positive Entwicklung brauchen. Meine Antwort lautet ganz klar: Nein.

Der Schritt aus dem System

Aus dieser Überzeugung heraus traf ich die weitreichende Entscheidung, meine Verbeamtung aufzugeben und das Schulsystem zu verlassen.

Doch damit verschwand das Thema nicht aus meinem Leben. Im Gegenteil. Die Erfahrungen, die ich gesammelt hatte, ließen mich nicht los. Zu viele Fragen blieben offen, zu viele Beobachtungen wollten verstanden werden.

Ich begann, meine Gedanken aufzuschreiben – zunächst, um für mich selbst Klarheit zu gewinnen. Dabei beschäftigte mich vor allem die Frage, was wir aus unseren Erfahrungen und aus wissenschaftlichen Erkenntnissen lernen können. Und wie ein Bildungssystem aussehen müsste, das Kindern, Familien und Lehrkräften gleichermaßen gerecht wird.

Wofür Schule stehen sollte

Für mich geht es um ein System, das Kinder und Jugendliche nachhaltig stärkt. Ein System, das ihnen ermöglicht, ihre Fähigkeiten zu entdecken und Vertrauen in die eigene Wirksamkeit zu entwickeln. Denn Selbstwirksamkeit bildet eine Grundlage für Motivation und Leistungsbereitschaft.

Außerdem geht es um gesundes Wachsen statt dauerhaften Druck, um mehr Leichtigkeit und Entlastung für Familien. Und es geht um Schulen, in denen Lernen als gemeinschaftliche Erfahrung verstanden und erlebt wird.

Schule ist für mich außerdem ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche auf die Teilhabe an unserer Gesellschaft vorbereitet werden. Sie bietet einen einzigartigen Raum, um Gemeinschaft zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und die Welt zu verstehen. Deshalb sollten wir uns immer wieder fragen: Wie wollen wir diesen Raum gestalten und welche Erfahrungen möchten wir jungen Menschen dort ermöglichen?

Warum dieses Buch entstanden ist

„Mama, ich will die Schule abfackeln!“ ist kein Buch, das einfach nur Kritik übt. Es ist auch kein Buch, das Schuldige sucht.

Vielmehr möchte es einen konkreten und fundierten Beitrag zur Frage leisten, wie Schule anders gedacht werden kann. Es verbindet persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und zeigt Möglichkeiten auf, wie wir diesen Sozialisationsraum für unsere Kinder bewusst, modern und gesund gestalten können.

Weg vom Leistungsdruck – weg vom Normierungsdruck – hin zu einem Ort, an dem Kinder und Jugendliche ebenso wie Lehrkräfte gemeinsam lernen, wachsen und die Erfahrung machen, wirksam zu sein.

Wie es weitergehen kann

Du bist Teil einer Schule, magst das Konzept und möchtest es gemeinsam mit deinen Kolleg:innen ausprobieren? Dann sende mir eine unverbindliche Anfrage über das Kontaktformular.